Wenn die Vorstellung von Liebe weh tut

Oder warum unerfüllte Liebe einem das Herz viel schlimmer brechen kann als eine Beziehung.

Ich glaube ich war etwa 13 als ich mich zum ersten Mal in einen Jungen aus meiner Schule verliebte. Selbst heute – gut 18 Jahre später – weiß ich noch so viele Details von damals, aber wenn aus ihm und mir nie ein paar wurde und ich gut 3 Jahre in ihn verliebt war. Dank ein paar „Freundinnen“ wusste er auch davon (und ungefähr 3 andere Klassen, da ich festgehalten wurde und man ihm zurief „Sie liebt dich!“ – das Anfang vom Ende, wenn man grad erst 14 ist).

Im Laufe der Jahre hatte ich ein paar Beziehungen, die meistens nicht sonderlich lang hielten (im Schnitt 5 – 6 Monate). Und es gab unerfüllte Liebe. Männer, in die ich verliebt war, sie aber nicht in mich. Einmal war ich so heftig verliebt, dass mein Hirn völlig ausgesetzt hat, wenn er in meiner Nähe war. Wenn wir uns zufällig bei gemeinsamen Freunden trafen oder auf einer gleichen Veranstaltung waren, bin ich in seiner Nähe rumgeschlichen und suchte einen Grund um mit ihm zu reden, seine Aufmerksamkeit zubekommen. Es war als wäre ich wieder 13. Im Nachhin ist es mir teilweise ein wenig peinlich (insbesonder meine Liebeserklärung per Brief). Im Laufe der Zeit entstand ein kurzes Miteinander aus der sich aber nicht mehr entwickelte – wohl auch, weil wir nicht in der gleichen Stadt wohnten und im Grunde an völlig verschiedenen Punkten im Leben standen. Mit ein paar Jahren Abstand ist mir klar, dass es nie etwas werden konnte. Ich habe mich in die Vorstellung hineingesteigert und alles idealisiert, so dass es unfassbar weh getan hat, als er mir mitgeteilt hat, dass er nicht so für mich empfindet wie ich für ihn.

Wenn man in jemanden verliebt ist, idealisiert man irgendwann diese Person und stellt sich vor wie eine Beziehung wäre. Wenn man sich dann irgendwann eingesteht, dass er kein „wir“ geben wird und alle Szenarien, die man sich ausgemalt hat wie Luftblasen zerplatzen, bricht das Herz. Ich hatte länger mit diesem Art von Liebeskummer zu kämpfen, als bei dem Ende einer Beziehung – da gibt es immerhin Gründe warum es nicht geklappt hat und ich konnte es dadurch leider verarbeiten.

Meine 3 Tipps gegen Liebeskummer:

  1. Geht raus! Verkriecht euch nicht zuhause. Nehmt euch die besten Freundin / besten Freund oder jemandem, der euch gut tut und raus an die Luft. Es reicht ein langer Spaziergang um ein wenig Bewegung und frische Luft zu tanken um auf andere Gedanken zu kommen. Ich liebe hierfür Wasser – ob Hafen oder Strand(promenade) ist egal – die Seeluft pustet den Kopf durch 😉 Wenn man drinnen verkriecht, drehen sich die Gedanken nur im Kreis und man versinkt in Selbstmitleid.
  2. Die Kummer rauslassen – sich einmal richtig ausheulen. Wenn man die Tränen verdrängt, überwältigen sie einen irgendwann und es wird schlimmer als wenn man es direkt zugelassen hätte.
  3. Tue dir selbst etwas gutes! Du bist die einzige Person mit der du wirklich bis an dein Lebensende zusammensein wirst, deshalb behandle dich gut. Viele Frauen lassen sich beim Friseur einen neuen Haarschnitt verpassen. Andere gehen ins Spa (oder legen sich daheim mit Gesichts- & Haarmaske in die Badewanne). Oder einfach mal wieder in Ruhe den Liebslingsfilm oder Serie angucken.

Wie seht ihr das? Was macht ihr bei Liebeskummer?

 

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Über Janina.schreibt

Träumerin. Überlebenskünstler. Workakrobatin.
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2 Antworten zu Wenn die Vorstellung von Liebe weh tut

  1. Anna schreibt:

    Ich glaube, ich war mit 13 in ungefähr der selben Situation, die du da oben beschreibst 😀 Allerdings hat mich der Liebeskummer zum Glück damals nicht so stark erwischt, es war wohl doch nicht so die große Liebe haha. Ansonsten hast du Recht: Gute Freunde und Zeit für sich sind eine gute Medizin. ❤

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  2. tracygolightly schreibt:

    Ich verstehe so gut, was du meinst. Und ich hatte diese Situation mit 13/ 14 auch. Inklusive des „Alle wissen davon und finden es ja sooo lustig“. Früher war ich mit Liebeskummer völlig überfordert. Heute mache ich das auch so, Freunde schnappen und auch sich selbst etwas gutes tun – sei es durch etwas Neues zum Anziehen oder z. B. indem man sich schönes Essen zubereitet :).

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