Beziehung: Zusammenziehen (Teil 1)

Zusammenziehen ist etwas ernstes. Es bedeutet, dass man nicht mehr so einfach einen Rückzieher machen könnte, wenn es nicht mehr passt. Normalerweise kommt dieser Schritt erst nach Monaten oder Jahren zur Sprache. Bei mir passierte es nach 2 Wochen. Meine längste Beziehung hielt etwas länger als 1 Jahr. Damals war ich 16. Die Beziehungen in den Jahren danach? Maximal 6 Monate. Die letzten 4 Jahre war ich Single. War die Entscheidung verrückt? Ja. War es schwierig? Oh, ja. Und würde ich es wieder machen? Bestimmt.

Da diese ganze Wohnungsaktion einen großen Teil meiner Geschichte der letzten beiden Jahren verkörpert, werde ich in mehreren Teilen davon schreiben. Mittlerweile wohnen wir in der 2. gemeinsamen Wohnung. Aber heute erzähle ich euch wie es überhaupt dazu gekommen ist. Viel Spaß!

Die Entscheidung

Der Arbeit sei Dank kenne ich meinen Freund seit 2012 – jedenfalls oberflächlich. Mehr als ein kurzer Smalltalk hier und da hatte sich nie ergeben, bis wir uns im Sommer 2014 nach dem firmeninternen Sommerfest anfreundeten. Er war damals in einer unglücklichen Beziehung und ich in einer unglücklichen Gesamtsituation. Wir begannen einander die Herzen auszuschütten, versicherten einander, dass wir kein Interesse aneinander hätten und dann war es doch wie in einer schlechten romantischen Komödie und aus Freundschaft wurde mehr.

Mitte August trennte er sich von seiner damaligen Freundin. Wie so oft stritten sie und dieses Mal lief das Fass über. Im Zuge dieser Trennung musste ich letztendlich auch meine Handynummer ändern – ich bekam einfach zu viele Nachrichten von ihr in denen sie mich beschimpfte. Es ist immer einfacher die Schuld bei anderen zu suchen. Ende August kamen wir zusammen. Da er bei seiner Mutter untergekommen war, hatte er nun einen Arbeitsweg von über einer Stunde Fahrt pro Tour. Deshalb bot ich ihm an, dass es gern bei mir übernachten könne. Allerdings wohnte ich in einer WG und musste feststellen, dass die Dinge, die für meine Mitbewohnerin natürlich waren, für mich Tabu waren. Ihr Freund verbrachte ebenfalls ab Beginn deren Beziehung gut 5 – 6 Nächte pro Woche in der Wohnung. Ich hatte nie etwas dagegen. Als ich deshalb davon ausging, dass mein Freund das auch könnte, trat ich damit einen Kleinkrieg auf Kindergartenniveau los – Putzmittel und Lebensmittel, die plötzlich beschriftet und versteckt wurden, etc pp. Allerdings bediente sie sich auch weiterhin gern an meinem Kleiderschrank. Es war einfach nur nervig, besonders da sie anfing mir / uns aus dem Weg zu gehen.

Ich beschloss mir eine Wohnung zu suchen. Er war bereits auf der Suche nach einer Wohnung im Raum Stade. Eigentlich wollte ich in Hamburg bleiben, aber die Suche nach einer bezahlbaren und schönen Wohnung ist in etwa so wir Lotto spielen. Man braucht Glück. Er schlug also vor, dass wir zusammenziehen könnten. Zum einen hatten wir bereits grob darüber gesprochen ein Jahr später zusammenzuziehen. Und zum anderen wäre es einfach die günstigste Variante, da wir beide die Kosten für Kaution, Möbel, etc hätten. Da man sich nie sicher sein kann, ob es gut geht, sind wir ins kalte Wasser gesprungen. Es gibt keine Garantien in Beziehungen – meine Eltern z.B. hatten sich kurz vor der Silberhochzeit getrennt.

 Ende Teil 1 – im nächsten Teil geht es dann um das Chaos unserer ersten Wohnung.

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Random Facts #2

Meine Lieben,

ich habe zwar diverse Entwürfe für Blogartikel gespeichert, aber so richtig weiter komme ich mit denen gerade nicht. Deshalb wieder ein paar Randow Facts.

1.) Meine Naturhaarfarbe ist dunkelblond.

2.) Seit 16 Jahren färbe und töne ich meine Haare – von schwarz bis blond hatte ich bereits alle Farben. Lange Zeit hatte ich knallrote Haare.

3.) Ich esse rohe Tomaten, mag aber keinen Tomatenketchup. Der schmeckt mir „zu tomatig“.

4.) Im Mai geht es in den Urlaub. Der erste mit dem Mann. Wir fahren nach Amsterdam.

5.) Ich bin ein absoluter Serienjunkie und leide bei jedem Cliffhanger mit – mein Freund hat dafür kein Verständnis.

6.) Da es noch so lange bis zur 10. Staffel von Doctor Who dauert, habe ich angefangen wieder von Staffel 1 (der neuen Serie) zu gucken. Bin gerade kurz vor Ende der 2. Staffel.

7.) An manchen Tagen wird mir der Unterschied zwischen Buxtehude und Hamburg extrem bewusst. An den Tagen habe ich immer das Gefühl mir würde die Decke auf den Kopf fallen.

8.) Ich stehe in der Widmung eines Flirtratgebers.

9.) Mein Freund ist jünger als ich.

10.) Wenn ich die Zeit zurück drehen könnte, würde ich mich nicht nochmal für eine Büroausbildung entscheiden.

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Aus dem Alltag.

Ein Monat ist seit meinem letzten Eintrag vergangen. Geplant war eigentlich, dass ich mindestens einmal die Woche etwas schreibe. Aber dann kam der Alltag, fehlende Ideen und an manchen Tagen war ich einfach nur kaputt vom Tag, so dass  ich absolut keinen Bock hatte den Laptop anzumachen. Aber ich werde mich bessern – Ehrenwort!

Ich war aber nicht ganz faul. Auf derguteton-musikreviews.de sind gleich mehrere Artikel bzw. Reviews von mir erschienen – ich durfte das Album „The long way home“ von JOHNA und die EP „Neopop“ von JURI hören und bewerten. Die Reviews hab ich euch auf die Titel verlinkt.

Ansonsten besteht mein Alltag aus Arbeit und Sport. Meine Gedanken drehen sich momentan um die bevorstehenden Urlaub im Mai (ich weiß, dass wir erst März haben!). Ich möchte gern weg. Raus. Mir fällt die Decke auf den Kopf. Kleinstadtleben kann manchmal auch einfach sehr klein sein. Brauche einen Tapetenwechsel und deshalb versuche ich meinen Freund zur Mitplanung zu bewegen. Bisher wirkt er eher desinteressiert. Vielleicht haben wir auch einfach nur andere Vorstellungen. Ich möchte etwas sehen und nicht nur irgendwo den ganzen Tag am Strand oder Pool liegen. Dafür langweile ich mich einfach zu schnell. Es wird der erste richtige Urlaub mit meinem Freund. Wir sind seit 1 1/2 Jahren zusammen und entweder hat einer von uns keinen Urlaub bekommen, wir sind umgezogen oder haben renoviert, es war Weihnachten oder beim letzten Mal ist er beruflich in die USA geflogen und ich blieb daheim.

Ich muss gestehen, dass ich – trotz meine 31 Jahre – bisher nur einen einzigen Pärchenurlaub gemacht habe. Damals war ich 17. Es war meine erste Beziehung überhaupt und wir waren knapp eine Woche unterwegs – erst bei einem Kumpel in Berlin, danach bei seiner Familie in Polen. Das war’s. Die Beziehungen danach hielten meist nicht so lange um sich Gedanken um einen gemeinsamen Urlaub zu machen oder wir waren beide pleite. Ein Teufelskreis.

Und jetzt? Jetzt habe ich Angst, dass ich ihn mit meiner Planung, meinen Ideen völlig überrenne. Ich hab mich daran gewöhnt, dass ich ihn ab und zu überfordere. Einfach, weil ich so bin wie ich bin und wir in manchen Dingen einfach sehr unterschiedlich sind. Seine „mir egal“ – Haltung gegenüber des Urlaubs nervt. Gespräche enden gern darin, dass ich beleidigt bin, weil er mich nicht ernst nimmt. Ich hoffe aber, dass wir uns noch einigen können. Zur Not gibt es immer noch Plan B – Urlaub allein 😉

 

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Fakten, Fakten, Fakten…

Ich lese ja gern Beiträge á la „x random facts about me“ und deshalb verfasse ich jetzt auch einfach mal 10 völlig zusammenhanglose Fakten über mich

1.) Ich bin ein Frühchen – geplant war ich für den 13.04.1985; geboren wurde ich am 02.03. (ich 2 Wochen habe ich also Geburtstag)

2.) Ich schreibe für derguteton-musikreviews.de; myfanbase.de und seit kurzem auch für Artistfy / newcomerszene.de (HIER ist mein erster Artikel, der dort erschienen ist)

3.) Meine Schwester hat mich früher als „unsportliches Nilpferde“ bezeichnet

4.) Meine Naturhaarfabe ist dunkelblond

5.) Im Alter von 10 wollte ich unbedingt Angelo Kelly heiraten.

6.) Ich möchte nach Cardiff reisen um dort die „Doctor Who Experience“ zu besuchen.

7.) Ich werde seekrank sobald das Schiff auch nur minimal schaukelt – mein Papa war übrigens Kapitän und hat sich schon früh mein Kinderarzt über mich lustig gemacht.

8.) In den letzten 3 Jahren habe ich mir 8 Tattoos stechen lassen…2 weitere sind bereits terminiert.

9.) Ich habe mir mal – beim Haare waschen – die Nase am Rand der Badewanne gebrochen.

10.) Vermutlich gehöre ich zu den wenigen Menschen, die absolut kein Problem damit haben zum Zahnarzt zu gehen. Im Grunde gehe ich sogar ganz gern – allerdings hasse ich die Betäubung und lasse die Behandlung am liebsten ohne durchführen.

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Wer willst du sein?

Über Jan Sievers bin ich auf die emotion Kampagne „Wer willst du sein?“ aufmerksam geworden. Man kann sich dort selbst einen Brief schreiben und einen Zeitpunkt festlegen an dem dieser zugestellt wird…ich hab mich entschieden hier einen Brief an mich zu verfassen:

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Buxtehude, Februar 2015

Liebe Janina,

während ich diese Zeilen schreibe, sitze ich im Wohnzimmer unserer Wohnung in Buxtehude. Vor 2 Jahren hätte gelacht, wenn mir jemand erzählt hätte, dass ich nach Buxtehude ziehen würde. Aber genug vom Blick zurück und stattdessen ein Blick nach vorn. Wo werden wir wohl in 1, 5 oder 10 Jahren sein? Wer willst du sein? Wir werden bald 31 und anscheinend haben alle anderen einen Plan.

Wo sehe ich mich in einem Jahr? In einem neuen Job – etwas, das mich herausfordert. Vielleicht ja etwas ganz neues? Wer hätte vor einem Jahr daran gedacht, dass wir einmal CD Reviews schreiben würden? Das hatte sich ja auch zufällig ergeben. Vielleicht haben wir ja auch endlich die Geschichte zu Papier gebracht, die durch unsere Gedanken wandert? Schreib es endlich auf – es gibt kein richtig oder falsch. Das ist alles eine Frage der Wahrnehmung. Nimm dich endlich selbst wahr!

Wo sehe ich mich in 5 Jahren? Wirst du langsam eine Familie planen? Ich weiß es nicht. Ich liebe Kinder, aber kann mir derzeit nicht vorstellen wie es ist selbst welche zu haben. Irgendwann würde ich gern auch einmal eine Sprechrolle in einem Film übernehmen – mehr sein als eine Person, die durch den Hintergrund läuft.

Also: wer willst du sein? Ich möchte mutiger sein, mehr reisen, mehr erleben, mehr schreiben. Endlich die Stimme in meinem Kopf loswerden, der mich ausbremst. Ich möchte ausgeglichen sein und mich nicht mehr von Kleinigkeiten aus der Bahn werfen lassen – wir haben in den letzten Jahren so viel unmögliches geschafft, weshalb also von Kleinkram verunsichern lassen? Du bist viel stärker als du glaubst! Vertrau endlich deinem Bauchgefühl und mach dir keine Gedanken darüber was „DIE ANDEREN“ sagen / denken könnten. Das blockiert dich nur.

Im Sinne von Astrid Lindgren „Lass dich nicht unterkriegen, sei frech und wild und wunderbar!“

Rossmannek_8

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Büroliebe.

Keine Sorge – ich liebe habe nicht urplötzlich die Liebe zu meinem Büro entdeckt, vielmehr fand ich die Liebe im Büro.

Liebe am Arbeitsplatz ist schwierig. Man sieht sich häufiger, umgibt sich den ganzen Tag mit den gleichen Menschen und weiß eigentlich immer was der andere gerade macht.

Wir verbringen die meiste wache Zeit des Tages auf der Arbeit (bei einem Vollzeitjob) und vor einigen Jahren sagte ein Kollege bereits zu mir „mit dir verbringe ich mehr Zeit als mit meiner Frau“. Da ist es eigentlich schon fast vorprogrammiert, wenn man sich irgendwann ineinander verliebt. Mir ist das 2 Mal passiert innerhalb der 6 1/2 Jahren, die ich mittlerweile in dem Betrieb arbeite. Lustigerweise heißen beide Marcel. Ansonsten haben die beiden nicht viel gemein.

Mit dem einen war ich vor über 5 Jahren für knapp 4 Monate liiert. Schwierig war es nach der Trennung. Wir haben uns zwar nicht wirklich gesehen – er war in einer anderen Abteilung, aber dank „lieber“ Kollegen wurde man ständig auf dem Laufenden gehalten und es war schwierig Abstand zu gewinnen. Etwa 6 Monate nach der Trennung erfuhr ich, dass meine „Nachfolgerin“ mit Zwillingen schwanger war.

Die nächsten Jahre war ich Single und ab und an unglücklich verliebt. Irgendwann hatte ich die Schnauze voll. Und wenn man nicht sucht, wird man gefunden.

Auf dem Sommerfest im Jahr 2014 unterhielt ich mich zum ersten Mal richtig mit Marcel. Wir kannten uns zu dem Zeitpunkt knapp 2 Jahre und haben bis dato immer nur oberflächlich ein paar Worte gewechselt. Er war gerade in der Phase kurz vor der Trennung, ich hatte extrem viel Stress in meiner WG und wir begannen von da an uns öfters einfach nur zu unterhalten. Wir wollten nichts voneinander – das hatten wir beide direkt am Anfang klar gemacht. Aber dann sprang der Funke irgendwann doch über. Er trennte sich endgültig von seiner Freundin, ich musste daraufhin meine Telefonnummer ändern (dabei war zu dem Zeitpunkt noch nicht einmal was zwischen uns passiert) und er zog erstmal halbwegs zu mir. Daraufhin eskalierte die angespannte Situation in der WG komplett und da er auf der Suche nach einer Wohnung in Buxtehude war, beschlossen wir direkt ins kalte Wasser zu springen und zusammen zu ziehen. Die ersten Monate waren schwierig. Ich hatte vorher noch nie mit einem Partner zusammen gelebt. Und wir sahen uns auch wegen der Arbeit ständig. In der Firma gab es nur eine handvoll Leute, die Bescheid wussten. Wir haben unsere Beziehung nicht bewusst geheim gehalten, aber wir wollten sie nicht in die Firma tragen. Aber nichts bleibt ewig geheim und irgendwann hat es dann die Runde gemacht, dass wir zusammen sind und auch zusammen wohnen. Die nächsten Wochen wurde ich mehrfach gefragt, ob ich schwanger sei…das war für manche Kollegen die einzige Erklärung warum man direkt zusammen ziehen würde.

Wir sind nun gut 16 Monate zusammen und haben uns eingependelt. Es ist nicht immer leicht, aber das ist keine Beziehung. Glücklicherweise ist er mein bester Freund. Auch wenn er mich nicht immer versteht, aber er ist für mich da und unterstützt mich.

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Thank you for being my friend

Warum man manchmal Freunde aus seinem Leben streichen muss…

In der aktuellen „Flow“ (Nummer 15) erschien ein schöner Artikel mit dem Titel „Freunde fürs Leben?“. Der Artikel ließ mich über meine Freundschaften nachdenken.

Die letzten Jahre ware in jeglicher Hinsicht eine gefühlsmäßige Achterbahnfahrt (oder eher eine Loopingbahnfahrt…mit doppeltem Lopping und einer Schraube…). In dieser Zeit kamen und gingen Freunde und Bekannte. Manchmal stellt man auch fest, dass man gar nicht so gut befreundet ist wie man dachte.

Nicht jede Freundschaft hält die Ewigkeit. Manchmal sind es nur Weggefährten für einen bestimmten Lebensabschnitt und irgendwann erreicht man eine Gabelung und die Wege trennen sich. Manche Wege führen auch irgendwann wieder zusammen. Wie bei Jenny und mir. Wir kennen uns seit fast 25 Jahren – im Sommer werden es 25. Im Jahr 1991 wurden wir zusammen eingeschult. In Lübeck-Niendorf – eine kleine Dorfgrundschule mit 4 Klassen. Unser Jahrgang war der erste seit zig Jahren in dem die Grenze von 20 Kindern überschritten wurde. Die Klasse über uns bestand aus 9 Kindern…

Jedenfalls teilten Jenny und ich uns einen Tisch. Sie saß am Fenster, hatte lange hellblonde Haare mit leicht schiefen Pony, eine riesige runde Brille und beide Schneidezähne fehlten. Mein straßenköterblondes Haar reichte mir damals bis zum Kinn – ich trug bereits im Kindergarten die Haare ganz kurz, aber im gleichen Jahr wie meine Einschulung entdeckte ich die Kelly Family für mich uns wollte auch so lange Haare haben. Wir wurden im Laufe der nächsten 4 Jahre die besten Freundinnen und wurden im Unterricht oft wegen „Quatschen“ ermahnt. Ich fand – bis auf Kunst – den Unterricht nicht sonderlich spannend.

Nach der Grundschule gingen wir auf verschiedene Schulen und wir sahen uns irgendwann gar nicht mehr. Kurz vor meinem 18. Geburtstag traf ich sie zufällig in der Lübecker Innenstadt und ich lud sie spontan zu meiner Party ein und sie mich 3 Wochen später zu ihrer. Auf ihrer Party haben wir dann – irgendwann um 3 Uhr früh unter Einfluss von reichlich alkoholischer Getränke – die letzten Jahre aufgearbeitet und festgestellt, dass wir beide eifersüchtig waren auf die neue Schule und die neuen Freunde und uns deshalb entfremdet haben. Im Grunde sind unsere Leben relativ parallel verlaufen – haben zu gleicher Zeit die gleichen Erfahrungen gemacht und immer wieder an einander gedacht und uns die Freundschaft zurück gewünscht, aber keiner traute sich den ersten Schritt zu tun.

Das war vor 12 Jahren. Seitdem haben wir immer wieder Phasen in denen wir sehr oft voneinander hören und dann eine Weile wieder weniger, aber wohl wissend, dass die andere immer für einen da wäre.

Diese Freundschaft wird auch bestehen, wenn wir irgendwann alt und grau sind und unsere Gespräche schreiend führen, da wir fast taub sind.

Ich habe zwar einige Freunde, aber niemanden wie Jenny. Und ich glaube auch, dass ich nicht noch einmal eine solche Freundin haben werde.

Auf der anderen Seite habe ich den Kontakt zu manchen meiner Freunde aus Hamburg verloren, seitdem ich aus meiner WG auszog. Es bleibt leider nicht aus, dass wenn man bewusste den Kontakt zu einer Person – mit der man vorher sehr viel Zeit verbrachte und einem sehr nahe stand – bewusst abbricht, dass dann auch der Kontakt zu machen der gemeinsamen Freunden auf der Strecke bleibt. Bei einer Person tat es am Anfang ein wenig weh, dass wir uns gar nicht mehr sahen – außer auf sozialen Netzwerken.

Ein guter Bekannter schrieb mir dazu die folgende Nachricht „Menschen kommen und gehen. Manchmal schade und manchmal auch ein Segen!“. Recht hat er.

Ich habe mittlerweile den Kopf frei für einen Neuanfang. Kann mich auf meine Wurzeln besinnen und freue mich in diesem Jahr ein paar Menschen persönlich kennenlernen zu dürfen, die ich über Instagram kennengelernt habe.

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Gedanken: Someone like you.

Sometimes it lasts in love but sometimes it hurts instead…(Adele – Someone like you)

Ein Brief an die unerfüllte Liebe.

Die Zeilen fallen mir nicht leicht. Seit Tagen schreibe ich an ihnen. Ändere Wörten, streiche Sätze…aber möchte Gedanken loslassen. Mich verabschieden.

Du warst die große Liebe, die eigentlich keine war. Du hast mich aus der Bahn geworfen. Ich konnte in deiner Gegenwart keinen klaren Gedanken fassen. Das Herz hatte seinen eigenen Takt. Wir zogen einander an wie Magneten und stießen uns wieder ab. Du wolltest dich nicht festlegen. Jedes Treffen hinterließ seine Spuren. Kleine Narben im Herzen.

Ich habe dich gleichermaßen geliebt und gehasst. Liebte jede Sekunde deiner Zeit, die wir gemeinsam verbrachten. Liebte die Gespräche. Liebte das Knistern. Es waren schöne Zeiten, die ich nicht missen möchte. Aber ich hasste es, wenn deine Versprechen nur leere Worte waren. Hasste es zu wissen, dass du bei einer anderen warst. Hasste mich selbst, dass ich nicht stark genug war.

Die Zeit mit dir glich einer Fahrt in einer Loopingbahn. Das Gefühl der Hilflosigkeit und die Hoffnung, dass man im Notfall nicht fällt…

Aber irgendwann kommt immer der Moment an dem man die Augen nicht länger vor Realität verschließen kann.

Im Radio lief Adele mit „someone like you“. Deine Hand lag auf meiner und dein Zeigefinger malte kleine Kreise auf meine Hand. Wir sprachen nicht. Das war der Moment an dem ich wusste, dass es vorbei ist. Wir waren einfach zu kaputt um gemeinsam ein Ganzes zu ergeben.

Es hat zwar eine Weile gedauert, aber ich habe jemanden gefunden. Es ist weniger leidenschaftlich, aber beständiger. Er ist Partner und bester Freund. Er gibt mir die Sicherheit, die ich immer vermisst habe. Ich bin angekommen.

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Neues Jahr, neues Glück

Frohes neues Jahr alle miteinander – ich hoffe ihr seid gut ins neue Jahr gekommen und habt den Jahreswechsel unfallfrei überstanden!

Wir haben dieses Jahr nicht groß gefeiert. Meine bessere Hälfte und ich haben was schönes gekocht…naja, er hat gekocht und kurz nach 23:00 Uhr sind wir Richtung Hafen gefahren und haben uns dort um Mitternacht das Feuerwekt über Blankenese und dem Hafen angesehen.

Neujahr sind wir an die Ostsee gefahren und sind in Neustadt und dann am Timmendorfer Strand spazieren gegangen. Einfach was Wasser entlang laufen und den Kopf frei pusten lassen. Aufm Heimweg haben wir dann einen kurzen Stopp bei meiner Mutter in Lübeck eingelegt.

Ich habe mir für dieses Jahr keine Vorsätze gefasst, stattdessen habe ich versucht mir Ziele zu formulieren. Ein Vorsatz, der an Silvester geschlossen wird, ist im Grunde schon fast zum Scheitern verurteilt. Ich möchte dieses Jahr meinem Leben eine neue Richtung geben. Momentan fühlt es sich an als würde ich feststecken. Beruflich befinde ich mich in einer Sackgasse. Im Grunde verbringe ich den größten Teil des Tages mit der stupiden Dateneingabe. Ich bin gelangweilt.

Im Grunde liegt der Fehler bei mir – ich habe in meinem Leben sehr viel Zeit damit verbracht die Erwartungen anderer zu erfüllen und dem Bild gerecht zu werden, dass die von mir hatten. Auf dem Weg habe ich mich dann irgendwo verloren. Das Schreiben habe ich (wieder) angefangen, da ich früher viel Spaß damit hatte seitenlange Aufsätze zu schreiben und da ich gern die ganzen Gedanken loswerden möchte, die mir so im Kopf umhergeistern. Oder um mich bei Fettes Brot zu bedienen – „Doch wozu all die ganzen Gedanken, wenn sie keiner hört? Ich versuche mein Weg zu finden, aber wie?“ (das Lied heißt „Echo“).

Ich  bin gespannt was das neue Jahr bringt und ich welche Richtung es mich verschlägt. So wie es derzeit läuft, kann und soll es nicht weitergehen!

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Bye Bye 2015

Es ist Heiligabend. Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Es ist das Jahr in dem ich 30 geworden bin, meinen eigenen „Beziehungsrekord“ gebrochen habe und das erste Mal, dass Heiligabend in meiner Wohnung gefeiert wird. „Mein Mann“ steht bereits in der Küche um das Essen vorzubereiten…und ich habe Zeit um das Jahr einmal ein wenig Revue passieren zu lassen.

Je älter ich werde, desto schneller vergeht so ein Jahr. Früher fühlte es sich an wie eine Ewigkeit und nun ist plötzlich schon wieder Weihnachten. Das Jahr begann mal wieder recht Turbulent…naja, im Grunde ist mein Leben recht Turbulent – nur mir selbst fällt es meistens nicht auf.

Im Februar sind wir innerhalb von Buxtehude umgezogen – knapp einen Monat später als geplant. Es gab einen Wasserschaden in der Wohnung. Als wir einzogen, war auch noch nicht alles behoben – im Bad fehlten noch einige Fliesen, die entfernt wurden um die Trockenheit des Bodens zu prüfen.

Im Februar bin ich dann auch endlich aus dem Mietvertrag meiner hamburger Wohnung rausgekommen. Leider verbrachte ich meinen 30. Geburtstag damit den Müll meiner ehemaligen Mitbewohnerin aus unserer ehemaligen gemeinsamen Wohnung zu räumen.

Aber ich habe keine Lust mehr auf diesen negativen Müll. Ich werde diese ganze Geschichte eines Tages in einem Roman verarbeiten. Das Grundgerüst steht immerhin bereits in meinem Kopf und auch die ersten Zeilen schlummern bereits niedergetippt auf meiner Festplatte.

Aber lass uns lieber von den schönen Dingen im Leben reden. Die Welt ist negativ genug (ist auch mein Vorsatz für 2016 – positiv sein! Ich lass mich viel zu schnell verunsichern und verfalle dann in ein negatives Gedankenkarussell).

Die Liebe: meine Beziehung läuft gut. Ich hielt mich eigentlich für beziehungsunfähig. Ich bin schwierig und mit unter auch recht zynisch. Aber bisher klappt alles. Es ist zwar nicht perfekt, aber es läuft gut.

Ansonsten habe ich wieder angefangen zu schreiben. Als Kind habe ich furchtbar gern geschrieben, aber dies im Laufe der Jahre völlig vernachlässigt. Ich durfte auch Texte auf myfanbase.de (ich lese die Serienreviews dort seit Jahren) und auf derguteton-musikreviews.de veröffentlichen. Das verbuche ich mal als persönlichen Erfolg 😉 Ziele für 2016 – auch diesen Blog mal ernsthafter zu betreiben und regelmäßig gute Texte zu veröffentlichen!

Vor kurzem habe ich meine Tante wiedergetroffen. Zuletzt haben wir uns auf der Hochzeit meiner Schwester gesehen…das war vor 12 Jahren. Leider war der Anlass der Tod meines Onkels (anscheinend gibt es in meiner Familie einen Trend dazu rund um Weihnachten zu versterben…). Dazu habe ich auch meinen Onkel und Cousin wiedergesehen. Die beiden habe ich Anfang der 90er Jahre gesehen…

Ansonsten war eigentlich alles wie immer. Mein Liebster ist seit 2 Wochen wieder zuhause, nachdem er 3 Monate in Seattle verbracht hat.

Heute feiern wir Heiligabend bei uns. Mein Mann ist bereits um 08:00 Uhr aufgestanden um das Essen vorzubereiten. Wir feiern im kleinen Kreis – Marcel, meine Mutter, mein Bruder und ich. Bin gespannt wie das wird… Wie feiert ihr?

Ich wünsche euch frohe und besinnliche Feiertage und einen guten Rutsch!

Viele Grüße, Janina

 

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